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Rohstoffsicherung
Strategien zur resilienten Rohstoffversorgung – von Kreislaufwirtschaft bis effizienter Förderung.
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MP Materials, Betreiber der bedeutenden Seltene-Erden-Mine Mountain Pass in Kalifornien, plant gemeinsam mit dem saudi-arabischen Bergbauunternehmen Ma’aden eine Raffinerie für Seltene Erden im Königreich. Das Projekt ist Teil einer strategischen US-saudi-arabischen Kooperation zur Diversifizierung globaler Lieferketten für kritische Rohstoffe und könnte die Struktur des internationalen Marktes nachhaltig verändern.

Mit dem BRIESE-Preis 2025 wird die Arbeit von Dr. Iason-Zois Gazis am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ausgezeichnet. Seine Forschung kombiniert Unterwasserrobotik, hydroakustische Messungen und Machine-Learning-Methoden, um die Verteilung von Manganknollen im Metermaßstab zu kartieren und Sedimentwolken beim Tiefseebergbau erstmals detailliert zu analysieren. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Umweltstandards und die wissenschaftliche Bewertung von Rohstoffen aus der Tiefsee.

Die militärische Eskalation rund um Iran erhöht das Risiko für den Schiffsverkehr im Roten Meer und rückt den Suezkanal erneut ins Zentrum globaler Handelsströme. Für Europas Industrie geht es dabei nicht nur um Transitzeiten, sondern um Versorgungssicherheit bei seltenen Erden, strategischen Metallen und energieintensiven Vorprodukten. Der Beitrag analysiert die Auswirkungen auf Reedereien, Frachtraten und die strukturelle Rohstoffabhängigkeit des Kontinents.

Kupfer steht selten im Zentrum geopolitischer Debatten – und doch ist es das Fundament der globalen Elektrifizierung. Von Elektromobilität bis Netzausbau wird das Basismetall zunehmend zur strategischen Größe zwischen Marktmechanik und Industriepolitik.

Das Carina-Projekt in Brasilien setzt auf Ion-Adsorption-Clays zur Gewinnung von NdPr sowie Dysprosium und Terbium. Mit geplantem Produktionsstart 2028 gilt es als potenzieller Testfall für westliche REE-Lieferketten außerhalb Chinas – technisch, wirtschaftlich und regulatorisch.

Nach Jahren stagnierender Förderung deutet sich im australischen Goldbergbau eine strukturelle Wende an. Neue Projekte, Erweiterungen bestehender Minen und stabile Rahmenbedingungen sprechen für steigende Produktionsmengen bis zum Ende des Jahrzehnts.

Risikokapital aus der Tech-Industrie fließt zunehmend in Exploration, neue Gewinnungsverfahren und Materialsubstitution. Kritische Rohstoffe werden damit zum technologischen Entwicklungsfeld – nicht mehr nur zum klassischen Bergbauthema.

Hoch in den Anden der Provinz San Juan entsteht mit Los Azules eines der bedeutendsten Kupferprojekte der kommenden Jahrzehnte. Das Vorhaben von McEwen Copper verbindet große Ressourcenbasis, Kathodenproduktion vor Ort und neue politische Rahmenbedingungen in Argentinien zu einem Projekt, das das Potenzial hat, das Land wieder auf die globale Kupferkarte zu setzen.

200 Kilometer vor Norwegens Eismeerküste fördert Johan Castberg als nördlichstes aktives Ölfeld der Welt Rohöl unter Bedingungen, die weniger meteorologisch als mechanisch sind: Meereis, Treibeis, Presseis. Das Projekt zeigt, wie moderne Subsea-Architektur, FPSO-Betrieb und arktische Logistik zusammen eine neue Klasse von Offshore-Ingenieurskunst definieren – präzise, redundant geplant und technologisch so weit, dass selbst die Arktis zur beherrschbaren Randbedingung wird.



