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Leonor Ferreira
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Im LUNA-Programm testen Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und European Space Agency Technologien zur präzisen Detektion von Wassereis auf dem Mond. Entscheidend ist nicht der Nachweis, sondern die Nutzbarkeit: Lagerstättengeometrie, autonome Exploration und die Integration in zukünftige Missionsarchitekturen definieren den Übergang von Forschung zu extraterrestrischer Infrastruktur.

Die Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik gilt als bedeutendste Rohstoffprovinz der Tiefsee. Neue Studien zeigen jedoch, dass der Abbau polymetallischer Knollen tiefgreifende und langfristige Auswirkungen auf ein kaum verstandenes Ökosystem haben könnte – während regulatorische Fragen weiterhin ungelöst bleiben.

Mit dem Rückbau der Plattform Brae Alpha beginnt ein weiteres Großprojekt im Nordseedecommissioning. Der Auftrag an Allseas zeigt, wie sich der Rückbau alter Offshore-Infrastruktur zu einem eigenständigen Industriezweig entwickelt.

Ein Forschungsteam um Ubaid Manzoor am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien entwickelt ein Verfahren, das Metalle aus Tiefsee-Manganknollen mittels Wasserstoff deutlich emissionsärmer gewinnt. Der Ansatz könnte die CO₂-Bilanz und Effizienz der Metallproduktion grundlegend verändern – und verschiebt die Debatte um zukünftige Rohstoffquellen.

Mit dem BRIESE-Preis 2025 wird die Arbeit von Dr. Iason-Zois Gazis am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ausgezeichnet. Seine Forschung kombiniert Unterwasserrobotik, hydroakustische Messungen und Machine-Learning-Methoden, um die Verteilung von Manganknollen im Metermaßstab zu kartieren und Sedimentwolken beim Tiefseebergbau erstmals detailliert zu analysieren. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Umweltstandards und die wissenschaftliche Bewertung von Rohstoffen aus der Tiefsee.

Eine immersive Ausstellung in Köln zeigt, dass Wertschöpfung nicht nur unter Tage beginnt. Wissenschaftliche Präzision, handwerkliche Exzellenz und kulturelle Substanz machen Tutanchamun zu einem geistigen Rohstoff mit bleibender Wirkung.

Nach Jahren stagnierender Förderung deutet sich im australischen Goldbergbau eine strukturelle Wende an. Neue Projekte, Erweiterungen bestehender Minen und stabile Rahmenbedingungen sprechen für steigende Produktionsmengen bis zum Ende des Jahrzehnts.

200 Kilometer vor Norwegens Eismeerküste fördert Johan Castberg als nördlichstes aktives Ölfeld der Welt Rohöl unter Bedingungen, die weniger meteorologisch als mechanisch sind: Meereis, Treibeis, Presseis. Das Projekt zeigt, wie moderne Subsea-Architektur, FPSO-Betrieb und arktische Logistik zusammen eine neue Klasse von Offshore-Ingenieurskunst definieren – präzise, redundant geplant und technologisch so weit, dass selbst die Arktis zur beherrschbaren Randbedingung wird.
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Biography
Leonor Ferreira, Dra. em Oceanografia ist eine portugiesische Ozeanografin mit einem Schwerpunkt auf der Erforschung der chemischen und physikalischen Eigenschaften des Ozeans. Nach ihrem Studium der Ozeanographie an der Universität Lissabon arbeitet sie heute für führende Energiekonzerne, wo sie die Geologie des Meeresbodens analysiert und innovative Lösungen für die nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen entwickelt. Ihre Expertise verbindet wissenschaftliche Präzision mit praktischer Anwendbarkeit, was sie zu einer gefragten Expertin in der Energiebranche macht.


