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Kritische Rohstoffe
Rohstoffe mit hoher wirtschaftlicher Relevanz und Versorgungsrisiko – darunter Seltene Erden, Lithium, Kobalt, Rhenium und andere strategische Materialien.
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Mit einem Finanzierungspaket von 1,175 Milliarden US-Dollar treibt Rio Tinto den Ausbau seines Rincon-Lithiumprojekts in Argentiniens Salta-Provinz voran. Das Vorhaben im Herzen des Lithiumdreiecks soll künftig bis zu 60.000 Tonnen batteriegeeignetes Lithiumcarbonat pro Jahr liefern und zählt zu den wichtigsten neuen Rohstoffprojekten für die globale Energiewende. Internationale Entwicklungsbanken und Exportfinanzierer unterstreichen mit ihrer Beteiligung die wachsende strategische Bedeutung stabiler Lithiumlieferketten.

Japan baut seine strategische Versorgung mit Seltenen Erden weiter aus. Eine langfristige Vereinbarung mit dem australischen Produzenten Lynas Rare Earths kombiniert Preisgarantien, feste Liefermengen und bevorzugten Zugang zu kritischen Magnetmetallen. Der Deal zeigt, wie Tokio geopolitische Risiken aktiv in industrielle Versorgungssicherheit übersetzt – während andere Regionen noch nach operativen Lösungen suchen.

Der Kerosinmarkt reagiert derzeit empfindlicher auf geopolitische Spannungen als der Rohölpreis selbst. Seit der Eskalation im Nahen Osten haben sich die Preise für Flugtreibstoff in Asien und Europa drastisch erhöht. Raffineriemargen, Exportstopps und die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus treiben den Markt. Für Airlines, Flughäfen und energieintensive Volkswirtschaften wird Jet Fuel damit zu einem entscheidenden wirtschaftlichen Stressindikator.

MP Materials, Betreiber der bedeutenden Seltene-Erden-Mine Mountain Pass in Kalifornien, plant gemeinsam mit dem saudi-arabischen Bergbauunternehmen Ma’aden eine Raffinerie für Seltene Erden im Königreich. Das Projekt ist Teil einer strategischen US-saudi-arabischen Kooperation zur Diversifizierung globaler Lieferketten für kritische Rohstoffe und könnte die Struktur des internationalen Marktes nachhaltig verändern.

Mit dem BRIESE-Preis 2025 wird die Arbeit von Dr. Iason-Zois Gazis am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ausgezeichnet. Seine Forschung kombiniert Unterwasserrobotik, hydroakustische Messungen und Machine-Learning-Methoden, um die Verteilung von Manganknollen im Metermaßstab zu kartieren und Sedimentwolken beim Tiefseebergbau erstmals detailliert zu analysieren. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Umweltstandards und die wissenschaftliche Bewertung von Rohstoffen aus der Tiefsee.

Die militärische Eskalation rund um Iran erhöht das Risiko für den Schiffsverkehr im Roten Meer und rückt den Suezkanal erneut ins Zentrum globaler Handelsströme. Für Europas Industrie geht es dabei nicht nur um Transitzeiten, sondern um Versorgungssicherheit bei seltenen Erden, strategischen Metallen und energieintensiven Vorprodukten. Der Beitrag analysiert die Auswirkungen auf Reedereien, Frachtraten und die strukturelle Rohstoffabhängigkeit des Kontinents.

Das Carina-Projekt in Brasilien setzt auf Ion-Adsorption-Clays zur Gewinnung von NdPr sowie Dysprosium und Terbium. Mit geplantem Produktionsstart 2028 gilt es als potenzieller Testfall für westliche REE-Lieferketten außerhalb Chinas – technisch, wirtschaftlich und regulatorisch.

Risikokapital aus der Tech-Industrie fließt zunehmend in Exploration, neue Gewinnungsverfahren und Materialsubstitution. Kritische Rohstoffe werden damit zum technologischen Entwicklungsfeld – nicht mehr nur zum klassischen Bergbauthema.

Die Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz markiert einen politischen Kurswechsel: mehr europäische Eigenverantwortung, weniger Abhängigkeit. Was das für Rohstoffe, seltene Erden und die strategische Resilienz der Industrie bedeutet.

Ein tiefgehender Fachüberblick zum Stand des Tiefseebergbaus: technische Verfahren, Umweltfragen & geopolitische Dynamiken, unterstützt durch Schlüsselentwicklungen von TMC, Impossible Metals & Co.



