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Kritische Rohstoffe
Rohstoffe mit hoher wirtschaftlicher Relevanz und Versorgungsrisiko – darunter Seltene Erden, Lithium, Kobalt, Rhenium und andere strategische Materialien.
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Japan treibt die Gewinnung Seltener Erden aus Tiefseesedimenten voran und testet erstmals industrielle Prozesse in 6.000 Metern Tiefe. Das Projekt ist Teil einer strategischen Antwort auf geopolitische Abhängigkeiten und könnte die globale Rohstoffarchitektur verändern.

Die Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik gilt als bedeutendste Rohstoffprovinz der Tiefsee. Neue Studien zeigen jedoch, dass der Abbau polymetallischer Knollen tiefgreifende und langfristige Auswirkungen auf ein kaum verstandenes Ökosystem haben könnte – während regulatorische Fragen weiterhin ungelöst bleiben.

Mit dem unterzeichneten Freihandelsabkommen stärkt die EU ihre Versorgung mit kritischen Rohstoffen aus Australien. Das Abkommen verbindet Handelsliberalisierung mit strategischer Lieferkettenpolitik und setzt neue Impulse für industrielle Kooperation und Investitionen.

Der Tiefseebergbau steht technisch vor der Umsetzung, politisch jedoch im Stillstand. Während Industrie und Entwicklungsländer auf Planungssicherheit drängen, blockieren regulatorische Konflikte innerhalb der ISA den Übergang zur kommerziellen Förderung.

Neue Daten aus der Clarion-Clipperton-Zone bestätigen das enorme Potenzial polymetallischer Knollen für Nickel, Kobalt und Kupfer. Doch trotz steigender Nachfrage bleiben Tiefseeprojekte zwischen technischer Machbarkeit, regulatorischer Unsicherheit und ökologischen Risiken umstritten.

Tiefseebergbau entwickelt sich zum neuen geopolitischen Schauplatz. Während die USA, Japan und Europa unterschiedliche Strategien verfolgen, stehen kritische Rohstoffe, ökologische Risiken und die Kontrolle globaler Lieferketten im Zentrum der Debatte.

Dr. Liuliu Han wird mit dem DGM-Nachwuchspreis für seine Forschung an nachhaltigen Hochleistungsmagneten ausgezeichnet. Im Fokus stehen Hochentropie-Legierungen, die mechanische Stabilität und magnetische Eigenschaften vereinen und gleichzeitig den Einsatz Seltener Erden reduzieren können.

Ein Forschungsteam um Ubaid Manzoor am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien entwickelt ein Verfahren, das Metalle aus Tiefsee-Manganknollen mittels Wasserstoff deutlich emissionsärmer gewinnt. Der Ansatz könnte die CO₂-Bilanz und Effizienz der Metallproduktion grundlegend verändern – und verschiebt die Debatte um zukünftige Rohstoffquellen.

Eine neu entwickelte Legierung aus Chrom, Molybdän und Silizium verschiebt die materialtechnischen Grenzen von Hochtemperaturanwendungen. Sie vereint Duktilität, Oxidationsbeständigkeit und Stabilität bis rund 2.000 Grad Celsius – und eröffnet damit neue Perspektiven für effizientere Flugtriebwerke und Gasturbinen.

Mit 400 Millionen Euro aus Bayern rückt die industrielle Kernfusion in Europa aus der experimentellen Phase in Richtung Anwendung. Proxima Fusion setzt dabei auf die Weiterentwicklung des Stellarator-Konzepts rund um Wendelstein 7-X – und positioniert sich als ernstzunehmender Akteur im globalen Wettbewerb um die Energiequelle der Zukunft.



