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Rohstoffdiversifizierung
Strategien zur Reduktion einseitiger Abhängigkeiten – durch neue Lieferländer, alternative Technologien, Recycling und Lageraufbau.
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Brasilien entwickelt sich vom klassischen Rohstofflieferanten zum strategischen Systempartner für Europa. Mit dominanter Stellung bei Niob, wachsender Rolle bei Lithium und enger werdender industrieller Verflechtung – insbesondere mit Deutschland – entsteht ein neues Machtgefüge entlang globaler Lieferketten. Doch Infrastruktur, ESG-Anforderungen und Chinas Präsenz setzen klare Grenzen.

Kanada verlagert den Fokus im Rohstoffsektor von der Exploration hin zu Verarbeitung, Infrastruktur und Betrieb. Mit beschleunigten Genehmigungsverfahren, gezielten Förderprogrammen und einer wachsenden Projektpipeline entsteht ein Markt, in dem die entscheidenden Wertschöpfungsschritte im Midstream liegen – und frühe Engineering-Phasen über Marktzugang entscheiden.

Red Metal Resources Ltd. setzt im chilenischen Carrizal-Projekt auf hochauflösende LiDAR-Daten, um strukturelle Kontrolle und historische Abbauspuren präzise zu erfassen. Ziel ist nicht Fläche, sondern Genauigkeit: belastbare Bohrziele in einem komplexen IOCG-System, in dem Kupfer das dominante Metall darstellt.

Deutschland beteiligt sich mit 50 Millionen Euro am Nolans-Projekt in Australien – und setzt damit ein klares Signal: Rohstoffe sind längst Teil der Industrie- und Sicherheitspolitik. Im Fokus stehen Neodym und Praseodym, Schlüsselmetalle für Elektromobilität und Windenergie. Doch die Investition zeigt auch die Grenzen europäischer Rohstoffstrategie.

Das Gunnison-Projekt in Arizona entwickelt sich zu einem strategisch relevanten Kupfervorhaben für die USA. Eine aktualisierte Wirtschaftlichkeitsstudie zeigt deutliche Wertsteigerungen – getragen vor allem von technologischen Optimierungen, effizienteren Prozessen und zusätzlicher industrieller Nutzung von Nebenprodukten.

Mit dem unterzeichneten Freihandelsabkommen stärkt die EU ihre Versorgung mit kritischen Rohstoffen aus Australien. Das Abkommen verbindet Handelsliberalisierung mit strategischer Lieferkettenpolitik und setzt neue Impulse für industrielle Kooperation und Investitionen.

Mit dem Joint Venture FLS TEXNO bauen FLSmidth und Texnopark ein Servicezentrum für die Bergbauindustrie in Usbekistan auf. Ziel ist es, Wartung, Ersatzteilversorgung und künftig auch lokale Fertigung näher an die Minen zu bringen und die wachsende Rohstoffindustrie in Zentralasien zu unterstützen.

Dr. Liuliu Han wird mit dem DGM-Nachwuchspreis für seine Forschung an nachhaltigen Hochleistungsmagneten ausgezeichnet. Im Fokus stehen Hochentropie-Legierungen, die mechanische Stabilität und magnetische Eigenschaften vereinen und gleichzeitig den Einsatz Seltener Erden reduzieren können.

Ein Forschungsteam um Ubaid Manzoor am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien entwickelt ein Verfahren, das Metalle aus Tiefsee-Manganknollen mittels Wasserstoff deutlich emissionsärmer gewinnt. Der Ansatz könnte die CO₂-Bilanz und Effizienz der Metallproduktion grundlegend verändern – und verschiebt die Debatte um zukünftige Rohstoffquellen.

Japan baut seine strategische Versorgung mit Seltenen Erden weiter aus. Eine langfristige Vereinbarung mit dem australischen Produzenten Lynas Rare Earths kombiniert Preisgarantien, feste Liefermengen und bevorzugten Zugang zu kritischen Magnetmetallen. Der Deal zeigt, wie Tokio geopolitische Risiken aktiv in industrielle Versorgungssicherheit übersetzt – während andere Regionen noch nach operativen Lösungen suchen.



