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Bergbau
Aktuelle Trends, Technologien und Herausforderungen der globalen Bergbauindustrie – von Förderung bis Nachhaltigkeit.
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Kupfer entwickelt sich zum strategischen Engpass der globalen Elektrifizierung. Während die Nachfrage stark wächst, bremsen Infrastruktur, Genehmigungen und sinkende Erzgehalte den Ausbau des Angebots – mit Lateinamerika im Zentrum des Investitionsgeschehens.

Mit einem vollständig integrierten Trolley-System bei der Collahuasi-Kupfermine in Chile bringt Liebherr elektrische Unterstützung für Ultra-Class-Muldenkipper unter extremen Einsatzbedingungen in den produktiven Betrieb – ein wichtiger Schritt zur Effizienzsteigerung und Emissionsreduktion im Tagebau.

Mit dem Joint Venture FLS TEXNO bauen FLSmidth und Texnopark ein Servicezentrum für die Bergbauindustrie in Usbekistan auf. Ziel ist es, Wartung, Ersatzteilversorgung und künftig auch lokale Fertigung näher an die Minen zu bringen und die wachsende Rohstoffindustrie in Zentralasien zu unterstützen.

Mit der Inbetriebnahme von PR 776 G8 Planierraupen inklusive LiReCon-Teleoperation bei SQM in Chile bringt Liebherr Fernsteuerungssysteme erstmals in den produktiven Tagebaubetrieb. Der Ansatz kombiniert Maschinenleistung mit sicherer, effizienter Steuerung außerhalb der Gefahrenzone.

Ein Forschungsteam um Ubaid Manzoor am Max-Planck-Institut für Nachhaltige Materialien entwickelt ein Verfahren, das Metalle aus Tiefsee-Manganknollen mittels Wasserstoff deutlich emissionsärmer gewinnt. Der Ansatz könnte die CO₂-Bilanz und Effizienz der Metallproduktion grundlegend verändern – und verschiebt die Debatte um zukünftige Rohstoffquellen.

Der Caterpillar 986 gehört weltweit zu den wichtigsten Radladern im Hochlastsegment. Mit seinem leistungsstarken C15-Motor, optimierter Hydraulik und einer Schaufelkapazität von bis zu acht Kubikmetern ist die Maschine für intensive Ladeoperationen in Steinbrüchen, Erzminen und Hafenanlagen ausgelegt. Entscheidend ist dabei weniger die reine Leistung als die Effizienz im Arbeitszyklus – also möglichst viele bewegte Tonnen pro Stunde bei gleichzeitig niedrigen Betriebskosten.

Mit einem Finanzierungspaket von 1,175 Milliarden US-Dollar treibt Rio Tinto den Ausbau seines Rincon-Lithiumprojekts in Argentiniens Salta-Provinz voran. Das Vorhaben im Herzen des Lithiumdreiecks soll künftig bis zu 60.000 Tonnen batteriegeeignetes Lithiumcarbonat pro Jahr liefern und zählt zu den wichtigsten neuen Rohstoffprojekten für die globale Energiewende. Internationale Entwicklungsbanken und Exportfinanzierer unterstreichen mit ihrer Beteiligung die wachsende strategische Bedeutung stabiler Lithiumlieferketten.

MP Materials, Betreiber der bedeutenden Seltene-Erden-Mine Mountain Pass in Kalifornien, plant gemeinsam mit dem saudi-arabischen Bergbauunternehmen Ma’aden eine Raffinerie für Seltene Erden im Königreich. Das Projekt ist Teil einer strategischen US-saudi-arabischen Kooperation zur Diversifizierung globaler Lieferketten für kritische Rohstoffe und könnte die Struktur des internationalen Marktes nachhaltig verändern.

Mit dem BRIESE-Preis 2025 wird die Arbeit von Dr. Iason-Zois Gazis am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ausgezeichnet. Seine Forschung kombiniert Unterwasserrobotik, hydroakustische Messungen und Machine-Learning-Methoden, um die Verteilung von Manganknollen im Metermaßstab zu kartieren und Sedimentwolken beim Tiefseebergbau erstmals detailliert zu analysieren. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für zukünftige Umweltstandards und die wissenschaftliche Bewertung von Rohstoffen aus der Tiefsee.



