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Geopolitik Rohstoffe
Die politische Dimension des Rohstoffzugangs – Konflikte, Handelsabkommen und strategische Einflusszonen rund um kritische Ressourcen.
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Kanada verlagert den Fokus im Rohstoffsektor von der Exploration hin zu Verarbeitung, Infrastruktur und Betrieb. Mit beschleunigten Genehmigungsverfahren, gezielten Förderprogrammen und einer wachsenden Projektpipeline entsteht ein Markt, in dem die entscheidenden Wertschöpfungsschritte im Midstream liegen – und frühe Engineering-Phasen über Marktzugang entscheiden.

Red Metal Resources Ltd. setzt im chilenischen Carrizal-Projekt auf hochauflösende LiDAR-Daten, um strukturelle Kontrolle und historische Abbauspuren präzise zu erfassen. Ziel ist nicht Fläche, sondern Genauigkeit: belastbare Bohrziele in einem komplexen IOCG-System, in dem Kupfer das dominante Metall darstellt.

Lundin Mining positioniert Caserones in Chile als zentrales Asset seiner Kupferstrategie. Die großskalige Tagebaumine kombiniert hohe Durchsatzraten mit komplexer Prozessintegration unter extremen Bedingungen in den Anden und bildet einen operativen Referenzpunkt für die weitere Entwicklung im Vicuña-Distrikt.

Produktionsausfälle in Bahrain, Katar, Mosambik und Iran treffen auf fragile Lieferketten und niedrige Lagerbestände. Trotz schwacher Nachfrage kippt der Aluminiummarkt temporär ins Defizit. Die Straße von Hormus wird zum systemischen Risiko – mit direkten Folgen für Preise, Industrie und Versorgungssicherheit in Europa.

Nicht Besitz, sondern Zugang entscheidet: In Südamerika verdichtet sich der globale Wettbewerb um kritische Rohstoffe. Wer hier investiert, sichert Lieferketten – und damit industrielle und technologische Macht.

Deutschland beteiligt sich mit 50 Millionen Euro am Nolans-Projekt in Australien – und setzt damit ein klares Signal: Rohstoffe sind längst Teil der Industrie- und Sicherheitspolitik. Im Fokus stehen Neodym und Praseodym, Schlüsselmetalle für Elektromobilität und Windenergie. Doch die Investition zeigt auch die Grenzen europäischer Rohstoffstrategie.

Japan treibt die Gewinnung Seltener Erden aus Tiefseesedimenten voran und testet erstmals industrielle Prozesse in 6.000 Metern Tiefe. Das Projekt ist Teil einer strategischen Antwort auf geopolitische Abhängigkeiten und könnte die globale Rohstoffarchitektur verändern.

Das Gunnison-Projekt in Arizona entwickelt sich zu einem strategisch relevanten Kupfervorhaben für die USA. Eine aktualisierte Wirtschaftlichkeitsstudie zeigt deutliche Wertsteigerungen – getragen vor allem von technologischen Optimierungen, effizienteren Prozessen und zusätzlicher industrieller Nutzung von Nebenprodukten.

Die Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik gilt als bedeutendste Rohstoffprovinz der Tiefsee. Neue Studien zeigen jedoch, dass der Abbau polymetallischer Knollen tiefgreifende und langfristige Auswirkungen auf ein kaum verstandenes Ökosystem haben könnte – während regulatorische Fragen weiterhin ungelöst bleiben.

Mit dem unterzeichneten Freihandelsabkommen stärkt die EU ihre Versorgung mit kritischen Rohstoffen aus Australien. Das Abkommen verbindet Handelsliberalisierung mit strategischer Lieferkettenpolitik und setzt neue Impulse für industrielle Kooperation und Investitionen.



